Der LKW Führerschein ist mehr als ein größeres Fahrzeug: ärztliche Untersuchung, Befristung auf fünf Jahre und für den Beruf die zusätzliche Grundqualifikation. Hier erfährst du, was hinter C1, C, C1E und CE steckt, welche Voraussetzungen gelten und wie die Ausbildung bei uns im Main-Kinzig-Kreis abläuft.
Alles über 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse ist ein LKW und braucht eine Klasse der C-Gruppe. Die Einteilung folgt dem Gewicht des Zugfahrzeugs und der Frage, ob ein Anhänger mitgeführt wird. Für Umzugswagen, Wohnmobile über 3,5 Tonnen oder kleine Verteilerfahrzeuge reicht meist C1; wer im Güterverkehr arbeiten will, landet fast immer bei CE.
Alle vier Klassen setzen die Klasse B voraus und sind auf fünf Jahre befristet. Die Verlängerung ist Formsache, verlangt aber jedes Mal eine neue ärztliche und augenärztliche Untersuchung.
C1 erlaubt Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen mit Anhänger bis 750 kg. C1E erweitert um schwerere Anhänger, solange der gesamte Zug 12 Tonnen nicht überschreitet. Typische Einsätze: Handwerk, Lieferverkehr, Wohnmobile, Feuerwehr. Die Ausbildung ist kürzer als bei C und für viele Berufe ausreichend.
Klasse C umfasst alle LKW über 3,5 Tonnen mit Anhänger bis 750 kg. CE ist der Lastzugführerschein: Sattelzüge und Gliederzüge ohne Begrenzung. Wer CE besitzt, erhält automatisch C1E, BE und bei Vorbesitz D1 auch D1E. Für Speditionen, Baustellenverkehr und Fernverkehr ist CE der Standard.
Neben Klasse B und Mindestalter verlangt der Gesetzgeber zwei Gutachten. Beide organisierst du vor der Anmeldung; wir sagen dir, welche Ärzte in der Region das anbieten.
Eine Untersuchung nach Anlage 5 der Fahrerlaubnis-Verordnung durch einen Arzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation, Arbeitsmediziner oder Betriebsarzt. Geprüft werden Herz-Kreislauf, Nervensystem, Hörvermögen und allgemeine Belastbarkeit. Das Gutachten darf bei Antragstellung höchstens ein Jahr alt sein.
Der einfache Sehtest vom Optiker reicht nicht. Nötig ist ein Gutachten eines Augenarztes oder eine erweiterte Prüfung bei einer dafür zugelassenen Stelle, die Sehschärfe, Gesichtsfeld, Dämmerungssehen und Farbsehen umfasst. Auch dieses Gutachten gilt ein Jahr.
Die Klasse B muss vorhanden sein, eine abgelaufene Probezeit ist nicht erforderlich. C1 und C1E ab 18, C und CE ab 21; mit Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer oder beschleunigter Grundqualifikation ab 18. Dazu Passbild, Personalausweis und ein Erste-Hilfe-Nachweis, falls er bei Klasse B nicht vorlag.
Welche Klasse passt zu deinem Job? Schick uns kurz, was du fahren sollst, und wir sagen dir, welche Unterlagen du brauchst.
Mit Steffan hat unsere Fahrschule einen Fahrlehrer, der selbst aus dem Güterverkehr kommt. Die Ausbildung dauert bei zügigem Verlauf sechs bis zehn Wochen.
Für Klasse C bei Vorbesitz B: sechs Grund- und zehn Zusatzlektionen zu Ladungssicherung, Fahrzeugtechnik, Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrphysik schwerer Fahrzeuge. Für CE kommen vier weitere Zusatzlektionen dazu. Die Termine laufen abends in unserem Schulungsraum; aktuelle Zeiten stehen im Theoriekalender.
Grundfahraufgaben wie Rückwärtsfahren um die Ecke, Umkehren und Gefahrbremsung auf dem Übungsgelände, dann die Sonderfahrten: Überland durch Vogelsberg und Spessart, Autobahn auf A66 und A45, Nachtfahrten. Dazu die Abfahrtkontrolle am Fahrzeug, die in der Prüfung abgefragt wird.
Theorieprüfung beim TÜV mit klassenspezifischen Fragen, dann die praktische Prüfung von 75 Minuten für C beziehungsweise 90 Minuten für CE, jeweils inklusive Abfahrtkontrolle und Grundfahraufgaben. Wer C und CE kombiniert, legt beide Praxisprüfungen in kurzem Abstand ab und spart Theoriestunden.
Die Gutachten gelten nur ein Jahr: Lass dich untersuchen und starte in den nächsten Theoriekurs.
Wer gewerblich Güter befördert, braucht seit 2009 neben dem LKW Führerschein die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz. Sie wird im Führerschein als Schlüsselzahl 95 eingetragen und gilt fünf Jahre. Danach sind 35 Stunden Weiterbildung in fünf Modulen fällig. Ohne diesen Eintrag darf ein Arbeitgeber dich nicht als Fahrer einsetzen, auch wenn der Führerschein gültig ist.
Zwei Wege führen dorthin: die Grundqualifikation mit umfangreicher Prüfung bei der IHK oder die beschleunigte Grundqualifikation mit 140 Stunden Unterricht und einer kürzeren Prüfung. Für Quereinsteiger ist die beschleunigte Variante die Regel. Wir koordinieren beides mit der Führerscheinausbildung, damit nichts doppelt läuft.
Die Kosten für LKW Führerschein und Qualifikation übernehmen häufig Agentur für Arbeit oder Jobcenter per Bildungsgutschein, weil Berufskraftfahrer bundesweit gesucht werden. Auch Speditionen aus Gelnhausen, Hanau und dem Kinzigtal finanzieren die Ausbildung ihrer künftigen Fahrer oft selbst. Was sonst zu den Führerschein Kosten zählt, erklären wir im eigenen Ratgeber.
Der Main-Kinzig-Kreis liegt an der A66 und A45, zwei der wichtigsten Güterverkehrsachsen zwischen Rhein-Main und Nordhessen. Logistikstandorte in Hanau, Erlensee, Langenselbold und Gelnhausen suchen laufend Fahrer; auch Kommunen, Bauunternehmen und Entsorger in Büdingen, Wächtersbach oder Schlüchtern brauchen C- und CE-Inhaber. Die Ausbildung bei uns findet genau auf diesen Strecken statt.
Unsere Fahrschule in Gründau-Lieblos liegt direkt an der Anschlussstelle Gründau-Lieblos der A66; das Übungsgelände für Grundfahraufgaben ist wenige Minuten entfernt. Fahrschüler aus Linsengericht, Hasselroth, Freigericht und Ronneburg kommen in einer Viertelstunde, aus Bad Orb, Bad Soden-Salmünster und Birstein in etwa 25 Minuten. Mehr über Steffan und das Team findest du auf der Über-uns-Seite.
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